Kaiserslautern startet mit zweitem torlosen Remis in die Saison

Der 1. FC Kaiserslautern hat seinen Saisonstart in der Liga mit einem weiteren torlosen Unentschieden fortgesetzt. Im Heimspiel gegen den Karlsruher SC endete die Partie 0:0, nachdem bereits das erste Saisonspiel gegen Wolfsburg mit demselben Ergebnis geendet hatte. Dieses Ergebnis markiert einen neuen Vereinsrekord für die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht, die saisonübergreifend nun vier Pflichtspiele ohne Gegentor geblieben ist.
Die Partie auf dem Betzenberg war von Beginn an intensiv und hitzig. Kaiserslautern zeigte sich zunächst als das aktivere Team mit mehr Toraktionen. Mit zunehmender Spieldauer fand Karlsruhe jedoch besser ins Spiel. Zwei Rückpässe von Elvedi und Kunze hätten den FCK beinahe in Rückstand gebracht.
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Verletzung und verpasste Chancen
Ein Schockmoment ereignete sich kurz vor der Halbzeit, als Lautern-Star Skyttä in der 43. Minute nach einem harten Tackling am Oberschenkel getroffen wurde und verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Neuzugang Kanaté ins Spiel. Trainer Lieberknecht äußerte sich besorgt über eine mögliche Knieverletzung bei Skyttä.
Unmittelbar nach Wiederanpfiff hatte Kanaté die beste Chance für den FCK, als er nach einem Pass von Ritter zum Abschluss kam, doch ein KSC-Verteidiger klärte den Ball noch vor der Linie. Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit übernahm der KSC die Kontrolle und erspielte sich weitere Möglichkeiten. Julian Krahl, der Torhüter des FCK, zeigte sich jedoch in starker Form und verhinderte mit mehreren Paraden einen Gegentreffer.


Der KSC reiste mit Selbstvertrauen an, nachdem sie ihr Auftaktspiel gegen Arminia Bielefeld mit 2:1 gewonnen hatten. Der neue Trainer Maximilian Senft hatte Christian Eichner auf der KSC-Bank abgelöst. Auch der FCK konnte mit dem 0:0 gegen Bundesliga-Absteiger Wolfsburg zufrieden sein.
Die Zuschauer auf dem Betze sorgten für eine riesige Stimmung. Intensive Zweikämpfe und hohes Tempo prägten die Anfangsphase. Mergim Berisha hatte eine frühe Gelegenheit für den FCK, während auf der anderen Seite Moritz Broschinski für den KSC gefährlich wurde. Broschinski, der zur neuen Saison von Basel nach Karlsruhe gewechselt war, hatte bereits beim Auftaktspiel doppelt getroffen und gilt als großer Hoffnungsträger.
Defensive Stärke und Ausblick
Trotz der Offensivbemühungen beider Teams blieb die Defensive dominant. Krahl wurde zum entscheidenden Rückhalt für die Lauterer und musste sich in der 67. Minute strecken, um einen Fernschuss von Christoph Kobald abzuwehren. Die Lauterer Fans, die vor dieser Spielzeit fast 34.000 Dauerkarten gekauft hatten, hoffen auf den Aufstieg in die Bundesliga.
Trainer Lieberknecht lobte die Defensive seiner Mannschaft und betonte, dass man ein Derby zwar immer gewinnen wolle, es aber auch nicht verlieren dürfe. Er sah das 0:0 als ein gerechtes Ergebnis an. Auch Marlon Ritter sprach von einer verdienten Punkteteilung, wobei die erste Halbzeit an den FCK und die zweite an Karlsruhe ging. Ritter freut sich auf das kommende Derby am Freitag in Mannheim.
Julian Krahl zog Parallelen zum Auftaktspiel in Wolfsburg und blickte ebenfalls mit Vorfreude auf das Spiel am Freitag. Mika Haas vermisste etwas die Gier im Spiel nach vorne und die Aktionen im letzten Drittel, während Jan Elvedi den Abwehrverbund auf einem guten Weg sah, aber Verbesserungen bei der Entlastung nach der Pause forderte. Semih Sahin bedauerte den Ausfall von Skyttä, verspricht sich aber einiges von Ibrahim Kanaté.
Kaiserslautern wird am Sonntagmittag beim FC St. Pauli zu Gast sein, während Karlsruhe am Samstagmittag den VfL Wolfsburg empfängt.
Source: bild.de