St. Pauli und Fürth trennen sich am Millerntor unentschieden

Der FC St. Pauli und die SpVgg Greuther Fürth haben sich in ihrem ersten Saisonspiel der 2. Bundesliga mit einem 1:1-Unentschieden getrennt. Das Spiel, das am Sonntag um 13 Uhr am ausverkauften Millerntor stattfand, bot zahlreiche Torchancen für beide Mannschaften, doch am Ende konnte sich keines der Teams durchsetzen.
Für Marcel Rapp, den neuen Cheftrainer der Hamburger, war es das erste Pflichtspiel in seiner neuen Rolle. Er zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, bedauerte jedoch die mangelnde Chancenverwertung. Sein Gegenüber, Heiko Vogel von Fürth, äußerte sich zufrieden mit dem Punktgewinn, insbesondere angesichts der Atmosphäre im Stadion.
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Chancenreiche erste Halbzeit ohne Tore
Die erste Halbzeit war von vielen Offensivaktionen geprägt. Martijn Kaars vom FC St. Pauli hatte nach einem Pass von Branimir Hrgota eine große Chance zur Führung, scheiterte aber am Fürther Schlussmann Florian Hellstern. Auf der anderen Seite war es Felix Klaus, der mehrfach gefährlich vor dem Tor von Ben Voll auftauchte. Voll parierte dreimal glänzend gegen Klaus in der 19., 36. und 43. Minute, wodurch das 0:0 zur Halbzeit für St. Pauli als glücklich angesehen werden konnte.
Trotz 15 Torschüssen, davon fünf direkt auf das Tor, und drei Großchancen in der ersten Hälfte, blieb das Ergebnis bis zur Pause unverändert. Die Fans sahen ein attraktives Spiel, in dem beide Torhüter eine wichtige Rolle spielten.
Schnelle Tore nach der Pause und umstrittene Szene
Die zweite Halbzeit begann ereignisreich. Keine 60 Sekunden nach Wiederanpfiff brachte Marcus Mathisen den FC St. Pauli in Führung. Nach einer Ecke von Hrgota köpfte der Innenverteidiger unbedrängt zum 1:0 ein. Die Freude der Heimmannschaft währte jedoch nicht lange. Nur fünf Minuten später glich Felix Klaus für Greuther Fürth aus, wobei Mathisen den Schuss unhaltbar abfälschte und so zum 1:1 beitrug.
In der Folgezeit hatte der FC St. Pauli die besseren Gelegenheiten, um den Siegtreffer zu erzielen. Spieler wie Hara in der 55. Minute, Kaars in der 68. Minute und Hrgota in der 86. Minute hatten Möglichkeiten, das Spiel zu entscheiden, konnten diese aber nicht nutzen. Hellstern zeigte dabei ebenfalls mehrere gute Paraden.
Kurz vor Spielende, in der 90. Minute, kam es zu einer umstrittenen Szene. Der eingewechselte Ricky-Jade Jones ging nach einem Zusammenprall mit Jannis Heuer im Strafraum zu Boden. Jones blieb mit einer Gesichtsverletzung liegen, und die Hamburger forderten einen Elfmeter. Schiedsrichter Harm Osmers aus Bremen wertete den Vorfall jedoch als Unfall, und auch der VAR griff nicht ein. Trainer Rapp kommentierte die Situation diplomatisch und akzeptierte die Entscheidung der Offiziellen.
In der Nachspielzeit, in der 90.+7 Minute, sicherte Ben Voll mit einer weiteren Parade gegen Srbeny und Wallentowitz den einen Punkt für den FC St. Pauli. Für die Hamburger steht am Freitagabend das Nordduell bei Holstein Kiel an, während Fürth am Samstagnachmittag im Frankenderby den 1. FC Nürnberg empfängt.
Source: bild.de