Moritz Wesemann sichert sich zweite Goldmedaille bei der EM in Paris

Wesemanns doppelter Triumph
Moritz Wesemann hat bei der Europameisterschaft in Paris seine zweite Goldmedaille im Wasserspringen gewonnen. Der 24-Jährige triumphierte im Einzel vom 3-Meter-Brett im Centre Aquatique Olympique. Dieser Erfolg folgte auf seinen vorherigen Titelgewinn vom 1-Meter-Brett, was ihn zum Doppel-Europameister macht.
Wesemann zeigte eine beeindruckende Leistung und sicherte sich den Titel mit seinem letzten Sprung. Er erreichte 506,80 Punkte und übertraf damit den Franzosen Jules Bouyer, der den zweiten Platz belegte. Der Brite Jordan Holden, der bis zum letzten Durchgang in Führung lag, machte einen entscheidenden Fehler und landete auf dem dritten Platz.
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Der Wettkampf vom 3-Meter-Brett wurde als einer der spannendsten und hochklassigsten dieser Titelkämpfe beschrieben. Die Darbietungen von Wesemann und Holden wurden von den Preisrichtern mit immer höheren Noten bewertet. Wesemann, der aus Halle stammt, hatte seinen schwächsten Versuch gleich im ersten Durchgang, als er auf dem elften Platz von zwölf Springern lag. Danach steigerte er sich kontinuierlich und profitierte letztlich vom Patzer seines Hauptkonkurrenten.
Silbermedaillen für Pfeif und Rösler
Vor Wesemanns Goldmedaille hatten Pauline Pfeif und Ole Rösler bereits eine Silbermedaille im Mixed-Synchronspringen vom Turm gewonnen. Das Duo, bestehend aus der sechs Jahre älteren Pfeif und dem erst 18 Jahre alten Rösler, musste sich im Wettkampf nur dem ukrainischen Paar Oleksij Sereda und Xenia Bailo geschlagen geben. Bronze ging an Jorge Rodriguez Ledesma und Ana Carvajal San Miguel aus Spanien.
Für Pfeif war dies bereits die dritte Silbermedaille bei dieser Europameisterschaft. Zuvor hatte sie bereits Silber im Einzel vom Turm und im Synchronspringen mit Elena Wassen gewonnen. Rösler äußerte sich stolz über die Medaille, insbesondere da das Team aufgrund unterschiedlicher Standorte kaum gemeinsam trainieren konnte. Sie hatten vor ihrem ersten gemeinsamen Mixed-Wettbewerb maximal drei Trainingseinheiten absolviert.
Das deutsche Duo erreichte 317,76 Punkte, während die ukrainischen Sieger 323,16 Punkte erzielten. Die spanischen Bronzemedaillengewinner erreichten 297,48 Punkte. Die Vizeweltmeisterin Pfeif zeigte sich sehr glücklich über ihre Erfolge und betonte, dass sie mit erhobenem Haupt und drei Silbermedaillen nach Hause fahren könne.
Erfolgreiche Europameisterschaft für Deutschland
Das deutsche Team hat vor dem letzten Tag der Becken-Sprungwettbewerbe eine erfolgreiche Bilanz vorzuweisen. Insgesamt haben die deutschen Wasserspringer bereits sieben Medaillen gesammelt, darunter drei Goldmedaillen. Dieser Erfolg unterstreicht die starke Leistung der deutschen Athleten bei den aktuellen Europameisterschaften in Paris.
Lou Massenberg, ein Teamkollege von Wesemann, belegte im Wettkampf vom 3-Meter-Brett den fünften Platz. Massenberg lobte Wesemanns Leistung und bezeichnete die über 500 Punkte als eine „geisteskranke Leistung“. Er freute sich für Wesemann, dass dieser mit zwei Titeln aus dem Wettbewerb ging. Die Europameisterschaft wird von Pfeif als eine „glückliche Europameisterschaft“ beschrieben, die ihr eine gute Erinnerung beschert, im Gegensatz zu ihren Erfahrungen bei den Olympischen Spielen.
Source: bild.de