Jeddeloh II demütigt Heidenheim mit 5:2 im DFB-Pokal

Sensationeller Pokalsieg in Oldenburg
Der SSV Jeddeloh II hat in der ersten Runde des DFB-Pokals für eine Überraschung gesorgt, indem er den 1. FC Heidenheim mit 5:2 besiegte. Das Spiel fand im Marschweg-Stadion in Oldenburg statt, wohin der Regionalligist für die Partie umgezogen war. Der Sieg war für den Viertligisten hochverdient und markiert ein Debakel für den Bundesliga-Absteiger Heidenheim.
Kristian Arambasic, der Trainer von Jeddeloh, hatte vor dem Spiel die Hoffnung geäußert, dass sein Team die „fette Überraschung“ des Pokals werden könnte. Sein Team setzte dies in die Tat um und zeigte eine starke Leistung gegen den Zweitligisten.
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Spielverlauf und entscheidende Momente
Heidenheim ging früh in Führung, als Yannick Wagner in der 12. Minute nach Vorlage von Marvin Pieringer traf. Doch die Freude währte nicht lange. Nur eine Minute später glich Kamer Krasniqi für Jeddeloh aus der Distanz aus. Die Gastgeber drehten das Spiel komplett, als Jan Schöppner in der 27. Minute einen Ball von Krasniqi ins eigene Tor lenkte, gefolgt von einem Distanzschuss von Haris Hyseni in der 29. Minute, der das 3:1 zur Halbzeit bedeutete.
Nach der Pause versuchte Heidenheim, das Spiel zu wenden und nahm einen Dreifachwechsel vor. Budu Zivzivadze erhielt die Chance, per Elfmeter zu verkürzen, scheiterte jedoch in der 57. Minute an Jeddelohs Torwart Moritz Onken. Jeddeloh nutzte die Chancen konsequent: Hyseni verwandelte in der 70. Minute einen weiteren Elfmeter zum 4:1, nachdem Tim Janßen im Strafraum gefoult worden war. Kurz darauf erhöhte Janßen selbst auf 5:1. Ein später Treffer von Mikkel Kaufmann in der 89. Minute für Heidenheim änderte nichts mehr am Ausgang der Partie.


Reaktionen und Konsequenzen
Patrick Mainka, Kapitän des 1. FC Heidenheim, bezeichnete die Niederlage als „hochgradig peinlich“. Er sprach von einer Zäsur und betonte, dass die Niederlage absolut verdient gewesen sei. Mainka kritisierte die fehlende Struktur im Spiel seiner Mannschaft und die mangelnde Konzentration, insbesondere bei den Gegentoren.
Die Fans von Heidenheim, die eine weite Anreise hinter sich hatten, äußerten ihren Frust über die fünf Gegentore. Mainka räumte ein, dass die Mannschaft die Kritik der Fans annehmen müsse. Er hob hervor, dass die Mannschaft derzeit große Probleme habe und die Art und Weise, wie Gegentore kassiert werden, besorgniserregend sei.


Für Jeddelohs Trainer Arambasic war dieser Sieg ein besonderer Erfolg, da er zuvor in vier Teilnahmen an der ersten Runde des DFB-Pokals mit seinen Mannschaften eine Bilanz von 1:27 Toren hatte. Die Mannschaft von Jeddeloh zeigte sich nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch clever und nutzte die Defensivprobleme des Gegners gnadenlos aus.
Die Pokal-Blamage kommt für Heidenheim eine Woche nach einer 1:4-Niederlage gegen Hertha BSC. Die Mannschaft hat derzeit mit erheblichen Problemen zu kämpfen, die sich in der Liga und nun auch im Pokal gezeigt haben.
Source: tagesschau.de