Frankfurt: Atubolu zum Medizincheck bei Eintracht erwartet

Eintracht Frankfurt News-Ticker: Atubolu zum Medizincheck in Frankfurt

Eintracht Frankfurt vor Torhüter-Verpflichtung

Eintracht Frankfurt steht kurz vor der Verpflichtung von Torhüter Noah Atubolu vom SC Freiburg. Nach Informationen befindet sich Atubolu an diesem Donnerstag zum Medizincheck bei den Hessen. Der Transfer soll als Leihgeschäft erfolgen, wobei die Eintracht eine Leihgebühr an die Breisgauer entrichtet. Eine Option zur festen Verpflichtung für 13 Millionen Euro soll für die Frankfurter in einem Jahr bestehen, wobei diese Ablöse laut Berichten sogar verpflichtend sein könnte.

Trainer Adi Hütter bestätigte, dass die Unterschrift unter den Vertrag noch aussteht, zeigte sich aber zuversichtlich, dass dies im Laufe des Tages geschehen werde. Hütter betonte, dass Atubolu als neue Nummer eins verpflichtet werde. Ob der Torhüter bereits am Samstag um 15:30 Uhr beim Bundesliga-Auftakt gegen Union Berlin zum Einsatz kommen kann, soll nach dem Abschlusstraining und Gesprächen mit Atubolu sowie Torwarttrainer Jan Zimmermann entschieden werden.

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Bald bei Eintracht? Noah Atubolu
Bald bei Eintracht: Noah Atubolu.Bild © IMAGO / STEINSIEK.CH Credit: hessenschau.de

Die Verpflichtung von Atubolu soll die Diskussionen um die Torhüterposition bei der Eintracht beenden. Zuletzt gab es Debatten um die Keeper Kaua Santos und Michael Zetterer, und es war klar, dass Sportvorstand Markus Krösche und Trainer Hütter eine neue Nummer eins suchten. Atubolu, der als aufstrebender junger Torwart gilt und bereits im Kreis der Nationalmannschaft war, wird für seine Dynamik und seine Fähigkeiten am Ball gelobt. Hütter hob hervor, dass Atubolu ein junger Torwart mit vielen Stärken sei, insbesondere auf der Linie, und dass der Verein versuchen werde, ihn weiterzuentwickeln.

Hintergründe zum Wechsel und Freiburger Planungen

Der Wechsel von Atubolu zur Eintracht war mit einigen Vorbereitungen verbunden. Medienberichten zufolge hat Atubolu seinen ursprünglich bis 2027 laufenden Vertrag in Freiburg verlängert, um eine Leihe in diesem Sommer zu ermöglichen. Eine Leihe wäre bei einem zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht möglich gewesen. Julian Schuster, der Trainer des SC Freiburg, hatte eine Leihe als „Modell für eine Lösung“ angedeutet, ohne den Transfer direkt zu bestätigen.

Ursprünglich sollen die Freiburger Vorstände Oliver Leki und Jochen Saier auf eine Ablösesumme zwischen 15 und 20 Millionen Euro gehofft haben. Atubolu war in den vergangenen drei Spielzeiten Stammkeeper bei den Breisgauern und hatte frühzeitig seinen Wechselwunsch für diesen Sommer hinterlegt. Berichten zufolge wollte er ursprünglich in die englische Premier League wechseln, doch ein Transfer dorthin kam nicht zustande.

Trainer Julian Schuster und Torhüter Noah Atubolu im Gespräch
Trainer Julian Schuster (links) und Torhüter Noah AtuboluBild © IMAGO / STEINSIEK.CH Credit: hessenschau.de

Der SC Freiburg hatte bereits auf den möglichen Abgang reagiert und Mio Backhaus von Werder Bremen für kolportierte zwölf Millionen Euro als Nachfolger verpflichtet. Trainer Schuster plante daher nicht mehr mit Atubolu, der sowohl im Trainingslager als auch in den bisherigen Pflichtspielen der Südbadener fehlte, aber weiterhin in Freiburg trainieren durfte. Atubolu gilt zudem als einer der möglichen Nachfolger von Manuel Neuer in der DFB-Auswahl unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp, obwohl er bisher noch kein Länderspiel bestritten hat.

Weitere Personalien und Saisonstart

Während die Eintracht auf die Ankunft von Atubolu wartet, gibt es auch andere Personalmeldungen. Für die Partie bei Union Berlin muss Eintracht Frankfurt auf Ansgar Knauff verzichten, der sich am Oberschenkel verletzt hat. Trainer Hütter hofft, ihn möglicherweise in der übernächsten Woche wieder einsetzen zu können, betonte jedoch die Schwierigkeit, Muskelverletzungen abzuschätzen. Auch Ritsu Doan und Hugo Larsson fallen aus, sollen aber in der nächsten Woche wieder ins Training einsteigen. Jonathan Burkardt hingegen soll in Berlin dabei sein.

Die Transferphase bei Eintracht Frankfurt verläuft bislang schleppend, was laut Berichten zu wachsenden Zweifeln an Sportvorstand Markus Krösche führt. Intern soll man sich über die undurchsichtige Transferpolitik wundern. Krösche hat noch bis zum 1. September Zeit, den Kader zu verbessern. Das Transferfenster schließt am Abend des 1. September.

Trainer Adi Hütter freut sich indes auf seine Rückkehr in die Bundesliga. Er erklärte, dass die Freude bei allen sehr groß sei, dass es losgeht, besonders bei ihm nach Jahren, in denen er nicht in der Bundesliga aktiv war. Das Spiel bei Union Berlin schätzt er als schwer ein, da beide Mannschaften noch nicht genau wissen, wo sie stehen. Er erwartet ein brisantes Spiel, in dem die Eintracht Möglichkeiten haben wird, und das am Samstag um 15:30 Uhr stattfindet.

Source: hessenschau.de

Anna Klein ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.